BioKarten Aus Nachwachsenden Rohstoffen

Umweltfreundlich, Ressourcenschonend, Nachhaltig

BioKarten Aus Nachwachsenden Rohstoffen

BioKarten Sind Individuell Bedruckbar

Offset, Siebdruck, Thermotransfer, Inkjet

BioKarten Sind Individuell Bedruckbar

BioKarten Sind Individuell Personalisierbar

Magnetstreifen, Unterschriftenfeld, Rubbelfeld, Barcode

BioKarten Sind Individuell Personalisierbar

BioKarten Sind BIOadvanced CARDtechnology

by PASM engineering GmbH

BioKarten Sind BIOadvanced CARDtechnology

BioKarten Factbox



CheckPLA BIOadvanced CARDtechnology
Check90% Nachwachsender Rohstoff
CheckCO2 Neutral Verwertbar
CheckBiologisch Abbaubar nach ISO 14995
CheckZertifiziert ISO 7810, 7816-1, 10373
CheckKeine Schwermetalle und Giftstoffe
CheckFrei von PVC

Jetzt Angebot Anfordern

Klimaschutz

Bio PVC – BioPolymer oder doch Gefahrenquelle für die Umwelt?

Vielleicht sind Sie auch schon auf die Bio-PVC Plastikkarten gestoßen, die aus Werbesicht mit der vollständig biologischen Abbaubarkeit beworben werden.

Doch was ist tatsächlich dran an diesen neuen Bio-PVC Materialien? Ist Bio-PVC wirklich ein BioPolymer, was sind die Ausgangsrohstoffe, ist es biologisch abbaubar, wird es aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und wie nachhaltig ist das Endprodukt? Um diesen Fragen nachzukommen, wurde eine Marktanalyse durchgeführt, die Aufschluss geben soll.

Seit kurzer Zeit sind immer mehr Unternehmen bemüht umweltbewusste Materialien in der Produktion, unter anderem auch in der Plastikkartenherstellung, einzusetzen. Das Expertenwissen im Bereich der BioPolymere ist aber für viele Kunststoffverarbeiter, Kartendruckerein und Endverbraucher noch „ein unbeschriebenes Blatt“ und die Konsumentenverwirrung ist vorprogrammiert. BioKunststoffe werden oft mit Slogans beworben, die nicht der ganzen Wahrheit entsprechen.

PVC (Polyvinylchlorid) steht seit Jahrzehnten ganz oben auf der Schwarzen Liste von Umweltschützern. Die Produktion verbraucht nicht nur große Energiemengen sondern ist auch mitverantwortlich für die Umweltverschmutzung mit hochgiftigen Dioxinen, die neben der Produktion auch bei der Verbrennung von PVC entstehen.

Deshalb sucht die chemische Industrie schon seit langem nach Alternativen um PVC ökologischer zu umwerben und Rohstoffhändler bringen nun das Bio-PVC auf den Markt.

Wie lässt sich Bio-PVC Klassifizieren?

Man kann grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Typen Bio-PVC unterscheiden.

1. „Bio“-PVC hergestellt aus fossilen Rohstoffen

Ausgangsrohstoff ist hier, so wie bei konventionellen Kunststoffe (PE, PP, PET, PS, PVC, etc.), Erdöl. Doch was macht nun den Unterschied aus, um ein Kunststoffgranulat als „Bio“-PVC zu klassifizieren? Nicht unbekannt ist es, dass sich Kunststoffe in Ihren Eigenschaften, ob mechanische oder chemische Beständigkeit, sehr leicht modifizieren lassen.

Nichts anderes erfolgt beim „Bio“-PVC. Ein Additiv macht es möglich, dass diese 99%igen PVC Produkte unter genau definierten Umgebungsbedingungen (u.a. Temperatur, Feuchtigkeit und Mikroorganismen) zwischen 9 Monaten und 5 Jahren biologisch abbauen.

Hokuspokus, schon ist eine neue Materialgruppe geboren. Unter dem Marketingaspekt „Bio“ versprühen nun die Hersteller eine besondere Umweltverträglichkeit, nach dem Motto „Wir machen etwas für die Natur, unsere Produkte sind biologisch abbaubar“.

Ein Additiv um petrochemische Kunststoffe biologisch abbaubar zu modifizieren, ist unter anderem EcoPure der Firma Bio-Tec Environmental, LLC: http://www.bio-tec.biz. Schon ein Zusatz von nur 1 Gew% verwandelt einen konventionellen Kunststoff in einen biologisch abbaubaren Kunststoff, doch mit dem Vorbehalt, dass es sich nach wie vor um ein petrochemisches Produkt handelt.

Und das soll nun die globale Ressourcenverknappung und die stetige Umweltverschmutzung beseitigen? Noch dazu kann keiner der Experten genau vorhersagen welche neuen Gefahrenquellen und Risiken beim Zerfall/Abbau von einem aus konventionellem PVC modifiziertem „Bio“-PVC tatsächlich entstehen?

Man erinnere sich nur zurück: Der eigentliche Grundgedanke für die Herstellung von PVC war damals die umweltfreundliche Entsorgung des hochgiftigen Chlors bei der Herstellung von Natronlauge. Das Chlor wurde in PVC gebunden und konnte so gefahrlos deponiert werden, so zumindest dachten die Experten um 1920 und kannten noch nicht die daraus folgenden Gefahren.

Und nun bewirbt man unter anderem Plastikkarten aus “Bio“-PVC, mit Eigenschaften, Haltbarkeit, Druckmöglichkeiten und Aussehen von Standard PVC-Karten. Ist doch ein Scherz, wenn das Ausgangsmaterial PVC ist. Meiner Meinung nach ein riesiger Marketinggag, denn das umweltbewusste Denken wird hier auf Rechnung des Konsumenten manipuliert.

„Bio“-PVC ist und bleibt ein PVC Produkt aus dem fossilen Rohstoff Erdöl, das nur mit einem Additiv modifiziert wird um es biologisch abbaubar zu machen.

2. Bio-PVC tatsächlich aus nachwachsenden Rohstoffen herstellbar?

Diese Materialien werden als sogenannte Drop-in Lösungen bezeichnet und befinden sich noch im Entwicklungsstadium, d.h. eine ausreichend am Markt kommerzielle Verfügbarkeit gibt es derzeit nicht und demzufolge auch nur unzureichende Materialkennwerte.

Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Eigenschaften nur unwesentlich von denen der konventionellen, nicht biobasierenden Vergleichskunststoffe unterscheiden. Neben Bio-PVC werden unter anderem auch Bio-PE, Bio-PP, Bio-PA und Bio-PUR als Werkstoffe für technische Anwendungen entwickelt.

Die Firma Solvay Indupa will beginnend ab diesem Jahr in Brasilien Bio-PVC aus Zuckerrohr-Ethanol kommerziell herstellen. Die Produktionskapazitäten werden sich anfangs aber in Grenzen halten, sodass ich derzeit ausschließe, dass eine Kundenkarte, Treuekarte oder Plastikkarte aus einem biobasierten PVC am Markt erhältlich ist. Genaue Information finden Sie unter http://www.solvayindupa.com

Es bleibt abzuwarten, wie sich unter anderem die Eigenschaften, die Bedruckung und die Personalisierung zu einer Referenzkarte aus konventionellem PVC verhalten werden.

Schlussfolgerung

Der Begriff BioPoylmer oder BioKunststoff ist derzeit in der Öffentlichkeit und in der Industrie im starken Wachstum. Doch ist die Definition nicht exakt und die vielen neuen Begriffe in diesem Zusammenhang, wie nachhaltig, erneuerbar, biologisch abbaubar, abbaubar, kompostierbar, Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen, etc. machen die Themenabgrenzung mit BioPolymeren nicht einfacher.

Biologisch abbaubares PVC (Bio-PVC), hergestellt und modifiziert aus petrochemischen Rohstoffen und Additiven, wie in Punkt 1 beschrieben, bleibt umstritten. Genaue Aussagen über zukünftige Gefahrenpotentiale und Umweltauswirkungen können derzeit nicht vorhergesagt werden.

Bio-PVC, hergestellt aus nachwachsenden Rohstoffen, wie unter Punkt 2 beschrieben, eröffnen eine neue Alternative zu den bereits vorhandenen konventionellen Kunststoffen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese BioPolymere nach kommerzieller Markteinführung etablieren werden.

2 Comments on “Bio PVC – BioPolymer oder doch Gefahrenquelle für die Umwelt?”


  1. Sandra said:

    Hallo Biokarte.com

    bevor ich mit der Tür ins Haus Falle, möchte ich noch sagen, dass ich im im Marketing tätig bin und mit großem Interesse Ihren BioPVC Beitrag gelesen habe.

    Oft muss ich feststellen, das der ganze Hype über die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien auch auf uns übergesprungen ist und wir von unseren Kunden in alle möglichen Verpflichtungen gedrängt werden.

    Ich stelle daher die Frage in den Raum, ob es überhaupt Sinn macht Bio PVC zu verwenden oder überhaupt nachhaltige Materialien, wenn normale Produkte auch den entsprechenden Wert erfüllen?

    Wie sieht es eigentlich mit der Preispolitik und nachwachsenden Karten aus? Haben Sie dazu Erfahrungen oder lohnt sich die Anschaffung sowieso nicht?

    Danke für Ihre ausführliche Berichterstattung.

    Beste Grüße aus Köln
    Sandra


  2. Gerald Ebner said:

    Es macht für uns überhaupt keinen Sinn auf Bio-PVC zu wechseln, da es sich nach wie vor um konventionell hergestelltes PVC handelt (zum Vergleich bitte genau Punkt 1 und Punkt 2 lesen). Auf nachwachsende BioMaterialien zu wechseln macht überaus Sinn um die endlichen Ressourcen (wie. beispielsweise Erdöl, etc.) zu schonen. Interessant ist in diesem Falle auch der Artikel: Umweltfreundliche Initiativen im Fokus der Plastikkarten Industrie.

    Unsere BioKarten aus nachwachsenden Rohstoffen stellen einen besonderen Stellenwert dar: Sie sollen zeigen, dass es durchaus möglich ist aus nachwachsenden Rohstoffen hochqualitative Karten für den Endverbraucher herzustellen mit einer hohen Lebensdauer von 3 Jahren und gleichzeitiger biologischer Abbaubarkeit..

    Bezugnehmend auf die Preise werde ich noch einen eigenen Artikel dazu schreiben, soviel sei hier gesagt, dass als derzeit einiges Gegenargument einer BioKarten Einführung die harte Preispolitik der PVC Kartenhersteller darstellt.

Leave a Reply

Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes